FAQ

Fragen & Antworten

Die häufigsten Fragen zur Wirtschaftsmediation — von Ablauf und Dauer über Kosten bis zu Recht und Vertraulichkeit.

Mediation verstehen
Wirtschaftsmediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur Lösung von Konflikten zwischen Unternehmen. Eine neutrale dritte Person — der Mediator — führt durch das Verfahren, entscheidet aber nichts. Die Lösung erarbeiten die Parteien selbst. Ziel ist eine Einigung, die beide Seiten tragen und mit der die Geschäftsbeziehung fortbestehen kann.
Ein Gericht entscheidet von außen, öffentlich und nach Jahren — mit einem Gewinner und einem Verlierer. Mediation ist vertraulich, dauert Wochen und führt zu einer Lösung, die die Parteien selbst gestalten. Sie erschließt Ergebnisse, die ein Urteil nicht zusprechen kann, und erhält die Geschäftsbeziehung.
Für nahezu jeden Konflikt zwischen Unternehmen, bei dem beide Seiten ein Interesse an einer Lösung haben: Streit unter Gesellschaftern, Auseinandersetzungen nach Übernahmen, Projekt- und Baukonflikte, Streit um Rechte und Lizenzen oder bestrittene Forderungen. Besonders wertvoll ist sie, wenn die Geschäftsbeziehung erhalten bleiben soll.
Wenn eine Seite grundsätzlich nicht verhandeln will, wenn bewusst ein höchstrichterliches Grundsatzurteil angestrebt wird oder bei einer unbestrittenen, schlicht nicht gezahlten Forderung. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch offen, wenn Mediation nicht das richtige Mittel ist.
Ablauf & Dauer
In sechs Phasen: Erstkontakt, Auftragsklärung, Themensammlung, Herausarbeiten der Interessen, Entwicklung von Lösungsoptionen und schließlich die verbindliche Abschlussvereinbarung. Den vollständigen Ablauf beschreiben wir im Detail auf der Seite „Verfahren".
Die meisten Verfahren sind über wenige Wochen abgeschlossen, verteilt auf einige Sitzungen — verglichen mit Gerichtsverfahren, die sich über Jahre ziehen können. Der genaue Rahmen hängt von der Komplexität des Konflikts ab.
Der Weg zum Gericht bleibt jederzeit offen; durch die Mediation verlieren Sie kein Recht. Und selbst ein nicht abgeschlossenes Verfahren schafft Wert: Die Streitpunkte sind geklärt und eingegrenzt, häufig bleibt nur noch ein Teilaspekt strittig.
Kurzfristig. Nach einem ersten vertraulichen Gespräch und der Zustimmung beider Seiten lässt sich ein Verfahren innerhalb weniger Tage aufsetzen.
Kosten
Wir arbeiten mit vorab vereinbarten Festpreisen, nicht mit offenen Stundensätzen. Den konkreten Preis nennen wir nach einem kostenfreien Erstgespräch — verbindlich und schriftlich, bevor das Verfahren beginnt. Eine Übersicht der Modelle finden Sie im Bereich „Preise".
Nein. Das erste Gespräch, in dem wir die Eignung prüfen und den Rahmen abstecken, ist kostenfrei und unverbindlich.
Recht & Vertraulichkeit
Ja. Vertraulichkeit ist der Kern der Mediation und wird zu Beginn verbindlich in der Mediationsvereinbarung festgehalten. Sie gilt ab dem ersten Kontakt. Nichts aus dem Verfahren dringt nach außen oder in einen späteren Prozess.
Ja. Die Abschlussvereinbarung ist ein verbindlicher Vertrag und kann auf Wunsch vollstreckbar ausgestaltet werden — sie steht einem Urteil in der Durchsetzbarkeit nicht nach.
Sie können jederzeit eigene anwaltliche Beratung hinzuziehen — das ist oft sinnvoll. noon vermittelt und vertritt nicht: Wir ersetzen Ihre Anwält:innen nicht, sondern bringen beide Seiten zu einer tragfähigen Lösung. Mediation und anwaltliche Beratung ergänzen sich.
Über noon
Nein. noon ist ein Mediationshaus, keine Kanzlei. Wir vertreten keine Partei, sondern vermitteln neutral zwischen beiden. Juristische Tiefe haben wir im Haus — wir nutzen sie, um Lösungen rechtssicher zu prüfen, nicht um zu prozessieren.
Ja. Wir sind mit vier Standorten in München, Hamburg, Berlin und Frankfurt vertreten und vermitteln bundesweit — vor Ort ebenso wie digital.
Kontakt

Ihre Frage war nicht dabei? Fragen Sie uns direkt.